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23.7. – 19.9.2021
Eröffnung: Donnerstag, 22.7.2021

Ausstellung

With a view to a later date, or never

Emma Hedditch, Lili Huston-Herterich & Jean-Paul Kelly

Der Begriff der Bricolage hat seine Ursprünge in der Anthropologie. Er bezeichnet das Verhalten des Bricoleurs, der seine Umwelt prozesshaft ergründet und mit dem arbeitet, was gerade zur Hand ist. Im kunsthistorischen Kontext steht Bricolage nicht für eine bestimmte Strategie, Methode oder ein spezifisches Vorgehen. Die Ausstellung untersucht die zeitgenössischen Praktiken der Bricolage der Künstler*innen Emma Hedditch (*1972, Somerset, UK), Lili Huston-Herterich (*1988, Chicago, USA) und Jean-Paul Kelly (*1977, London, CA). In ihren Herangehensweisen werden die Grenzen des eigenen Körpers und die damit einhergehenden Verletzlichkeiten zum wesentlichen Material für ihre Werke und eröffnen zugleich den Zugang zu ihren Arbeiten.

Die Kraft ihrer Projekte liegt nicht im Ursprung ihrer Materialien oder einer einzelnen Geste, sondern ergibt sich vielmehr aus dem Fortschreiten der Zeit und ihrem Potenzial für eine mit dem alltäglichen Leben verwobene Praxis. Auf diesem Wege findet der historische und gesellschaftliche Kontext des Bricoleurs im Augenblick der Begegnung mit den Lebensumstände der Betrachter*innen zusammen. Hier umfasst dies die Dokumentation einer reglementierten Umgebung, die Umwidmung von volkstümlichen Objekten, die uns umgeben, und die fortlaufende Ansammlung vorgefundener Bilder, die wir so intensiv neben uns erleben wie nie zuvor.

Jacob Korczynski bedankt sich für die finanzielle Unterstützung des Ontario Arts Council, einer Institution der Regierung von Ontario. 

Kuratiert von Jacob Korczynski

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