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21.03.2019, 18 Uhr

Vortrag

Notation als AnOrdnung 

Vortrag von Kirsten Maar

Der Vortrag widmet sich dem komplexen Verhältnis von Notationen als AnOrdnungen im doppelten Sinne: Einer Anweisung, die als score oder task den Notationen inhärent ist, und dem räumlichen Arrangement, das sie generieren. Insbesondere seit den 1960er Jahren wurde diese Art der Notationen künsteübergreifend eingesetzt, sie verstärkten einerseits einen konzeptuellen Ansatz, zum anderen bewirkten sie eine größtmögliche Freiheit oder Unbestimmtheit (John Cage) in ihrer Lesbarkeit als Präskripte für Performances. Betrachtet aus der Perspektive der Tanzwissenschaft, kann das Verhältnis von Notation, Komposition und Choreographie Aufschlüsse darüber geben, inwiefern in spezifischen Formen der AnOrdnung die Besucher*innen durch die Ausstellung choreographiert werden, welche szenographischen Aspekte hier zum Tragen kommen und welche Materialität der Praxis das hierarchische Verhältnis von Konzept und Interpretation herausfordert.

Kirsten Maar ist Theater- und Tanzwissenschaftlerin und Dramaturgin und lehrt derzeit als Junior-Professorin an der Freien Universität Berlin.

Die Teilnahme ist kostenlos.

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