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Mittwoch, 12. Juli, 19 Uhr

Vortrag, Lesung und Diskussion

„Über die Familie hinweg“ Eine Selbstverstrickung

Vortrag von Michael Dreyer, Lesung und Diskussion


Veranstaltungen

Abb.: Ausstellungsansicht Badischer Kunstverein, Karlsruhe 2017
Foto: Stephan Baumann, bild_raum (Ausschnitt)

Der Abend ist angelegt als eine Montage aus Vortragssequenzen (Michael Dreyer), Lesungen (Heidi Herzig) und Musikeinspielungen (Thilo Ruck, klass. Gitarre) an zwei verschiedenen Orten innerhalb der Ausstellung. Von Beginn an dürfen die anwesenden Gäste an den Debatten teilnehmen. Ausgangspunkt dafür bildet die Installation Über die Familie hinweg, (2016-17), auf deren Entstehung und Funktion in der Ausstellung Dreyer näher eingehen wird. Der Raum I who have nothing (benannt nach dem Song von Shirley Bassey), im dritten Kabinett, wird eine Station sein. Hier befindet sich eine Installation zu Bazacs Roman Colonel Chabert (1938).

Den inhaltlichen Kern der circa 90-minütigen Montage aus verschiedenen Aktionsformen (auch des Publikums), bilden Dreyers Vortragspassagen. Deren Gegenstand ist die Frage nach den Zusammenhängen der zahlreichen Referenzen der Installation, ihrer Formen und Medien, den Strukturprinzipien ihrer Anordnung und dem Assoziationsprinzip ihrer Wahl und der „Einfälle“, die Michael Dreyer während der Arbeit hatte. Er sieht die Vermittlung der eigenen Arbeit durch Texte und intertextuelle Bezüge in der Krise. Dies führte Dreyer zu den Formen der Malerei, wie sie in der Ausstellung zu sehen sind. Buch- und Schallplattencover werden zu Trägern „inhaltistischer“ Botschaften, die mittels formalistischer Techniken (color field painting, Kreisornamente) dem Terror der Wörtlichkeit nicht entkommen wollen. Die Schriftenmalereien diverser Songtitel fungieren als Headlines in der Ausstellung. Dreyer möchte Ludwig Wittgensteins Überlegungen zur„Familienähnlichkeit“ überprüfen und auf seine eigene „barocke“ (Felix Ensslin über Dreyer) Methode beziehen, mit dem Ziel, „über Wittgensteins Familienähnlichkeit hinauszukommen“.

Das Veranstaltungsprogramm wurde von Michael Dreyer kuratiert.

Eintritt frei! 

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