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Mittwoch, 22. März, 19 Uhr

Vortrag

Zofia Kulik: Performing Sculpture

Vortrag von Mark Gisbourne

Zofia Kulik: Instead of Sculpture (1986-71), Ausstellungsansicht Badischer Kunstverein, Karlsruhe 2017, Foto: Stephan Baumann, bild_raum

Der Vortrag des Kurators, Kunsthistorikers und Kritikers Mark Gisbourne nimmt drei unterschiedliche Aspekte von Skulptur in Zofia Kuliks Arbeiten in den Blick. So geht es um Skulptur im Sinne einer performativen Inszenierung des Körpers als dingliche Präsenz, die eine Funktion im gesellschaftlichen Kontext erfüllt sowie um Skulptur als rein darstellende Performance. Weiterhin setzt sich Gisbourne in seinem Vortrag kritisch mit der Bedeutung von Fotografie als dokumentarisches Medium auseinander, welches das, was einst lebendige Performance war, im Stillstand fixiert. Das intellektuelle Gerüst bilden die Überlegungen des phänomenologischen Diskurses, wie Maurice Merleau-Ponty sie in der Nachkriegszeit der 1950er- bis 1970er-Jahre in Das Sichtbare und das Unsichtbare (1961) anführte. So werden die grundlegenden Ideen, die Zofia Kuliks Werk in seinen verschiedenen Phasen geprägt haben, in Frage gestellt.

Mark Gisbourne (geb. 1948) studierte in London und Rom und promovierte über Madness, Mediums, and Marginalia in France: 1801-1928 am Courtauld Institute of Art, London, an dem er später als Dozent tätig war. Er hielt Vorträge u.a. an der Slade School of Art, London und am Sotheby’s Institute, Manchester. Er war President der British Art Critics Association und co-organisierte den Worlds Congress of Art Critics am Tate Modern in Jahr 2000. Gisbounre kuratierte zahlreiche Ausstellungen und veröffentlichte mehrere Bücher und lebt und arbeitet zur Zeit in Berlin.  

Ort: Badischer Kunstverein, Waldstraße 3, 76133 Karlsruhe

Eintritt frei!

Vortrag in englischer Sprache.

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